Aktuelle Nachrichten
Nachrichtenarchiv
- Alle (234)
- Berichte (191)
- Hinweise (19)
- Veranstaltungen (137)
- Menschen (163)
„Mini WIL-lage“ – Eine Stadt auf Zeit als Lernort für Demokratie und Gemeinschaft
Eine außergewöhnliche Projektwoche an der Kurfürst-Balduin-Realschule plus.
In der Woche vor den Sommerferien verwandelte sich die Kurfürst-Balduin-Realschule plus Wittlich im Rahmen der Projektwoche „Mini WIL-lage“ in eine lebendige Mini-Stadt, in der Schülerinnen und Schüler demokratische Prozesse erlebten, wirtschaftliche Zusammenhänge kennenlernten und Verantwortung für das gemeinschaftliche Zusammenleben übernahmen.
Der Projektwoche ging eine monatelange Planungsphase voraus. Das Organisationsteam mit Anke Gräsel, Ina Röper, Ulla Schmitz und Andrea Weiler entwickelte gemeinsam mit dem Kollegium das Konzept, gewann Sponsoren und bereitete Betriebe, Material und Infrastruktur vor. Ziel war es, schulisches Lernen mit praxisnahen Erfahrungen zu verbinden.
Eröffnet wurde die Woche durch Schulleiterin Marianne Schönhofen und Joachim Gerke von der Stadt Wittlich, der den symbolischen Stadtschlüssel an die gewählten Bürgermeister Kilian Caquelard und Fynn Christen übergab.
Die Mini WIL-lage verfügte über eine eigene Verwaltung mit Personalausweisen, Bank, eigener Währung – dem KBR-Taler – sowie Bürgermeister und Stadtrat. In täglichen Sitzungen wurden Anträge beraten und Entscheidungen für das Zusammenleben getroffen. Ein besonderer Höhepunkt war eine Stadtratssitzung im Wittlicher Stadthaus.
Herzstück der Stadt waren 35 Betriebe und Einrichtungen. Ob Architekturbüro, Labor, Sanitätsdienst, Feuerwehr, Bike Club, Garten- und Landschaftsbau, Zeitung, Radiostudio oder Social-Media-Agentur – die Jugendlichen lernten verschiedene Berufsfelder kennen und übernahmen Verantwortung. Handwerkliche und kreative Projekte wie Nähstube, Modeatelier, Holzwerkstatt oder Upcycling standen ebenso auf dem Programm wie gastronomische Betriebe, Tanzstudio, Zaubershow, Fitness-Studio, Tourist-Information, Escape Room oder Kulturamt.
Dabei wurden Demokratiebildung, Berufsorientierung, Nachhaltigkeit, Medienkompetenz und wirtschaftliches Denken praxisnah vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler produzierten Waren, boten Dienstleistungen an, verdienten KBR-Taler und erfuhren, wie wichtig Zusammenarbeit für das Funktionieren einer Stadt ist.
Den Abschluss bildete der „Tag der offenen Stadt“, an dem zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Betriebe besichtigten, Produkte erwerben und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm erleben konnten. Unterstützt wurde das Großprojekt von zahlreichen Unternehmen, Institutionen, Eltern und externen Fachleuten.
Mit „Mini WIL-lage“ gelang der Kurfürst-Balduin-Realschule plus ein eindrucksvolles Bildungsprojekt, das Demokratie, Gemeinschaft, Kreativität und Berufsorientierung auf besondere Weise miteinander verband und den Schülerinnen und Schülern nachhaltige Erfahrungen für ihre Zukunft ermöglichte.
